Gottfried Heinrich Krohne

 

... wurde am 26. März 1703 als Sohn des Stallknechts Johann Christoph Crune (sic!) in Dresden geboren. Ab 1726 stand er in Diensten des Herzogs von Sachsen-Weimar-Eisenach, baute aber u.a. auch in Schwarzburg-Rudolstadt und Nordfranken.

 

1747 erhielt Krohne von Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg den Auftrag für die komplette Umgestaltung des ehemaligen Ordonnanzgartens gegenüber dem Schloss Friedrichsthal zu einer Orangerie nach französischem Vorbild. Krohne projektierte die Gesamtanlage, konnte jedoch nur das Südliche Treibhaus (1748) und den Rohbau des „Lorbeerhauses“ (1750) fertigstellen, da er bereits 1751 am Hof in Ungnade fiel und Gotha verlassen musste. Die Bauleitung der Orangerie bekam im Jahr darauf sein ehemaliger Schüler Johann David Weidner übertragen.

 

Krohne, der als bedeutendster Barockbaumeister Thüringens gilt, schuf sich mit der Orangerie ein bleibendes Denkmal in der Residenzstadt. Zu Recht gilt sie bis heute als schönste der von ihm entworfenen Gartenanlagen. Krohne, der am 30. Mai 1756 in Weimar starb, wirkte u.a. an folgenden Bauwerken mit:

 

* Schloss Friedenstein in Gotha

* Orangerie in Gotha

* Stadtschloss Weimar

* Schloss Belvedere bei Weimar

* Schloss Ettersburg bei Weimar

* Schloss Molsdorf bei Erfurt

* Marienthalbrücke über die Gera in Molsdorf

* Stadtschloss Eisenach

* Burg Creuzburg

* Schloss Ilmenau

* Amtshaus in Ilmenau

* Kirche St. Jakobus in Ilmenau

* Heidecksburg in Rudolstadt

* Orangerie in Gera

* Kloster Langheim in Lichtenfels

* Langheimer Hof in Bamberg

* Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein 

 

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