Lorbeerhaus

Seit dem Sommer 2006 steht das „Lorbeerhaus“, das südliche Hauptgebäude der Orangerie, im Blickpunkt der Öffentlichkeit. 2007 präsentierte sich das Kalthaus noch mit vernagelten Fenstern und schadhafter Fassade, doch bereits im Herbst 2008 konnten im nunmehr sanierten Westteil wieder die Orangeriebäume zur Überwinterung untergebracht werden. (Foto: AMC)
Im November 2008 wurde der erste Bauabschnitt der 2006 begonnenen Sanierung des „Lorbeerhauses“abgeschlossen. Im bereits komplett sanierten Westteil des Kalthauses
Im Winter 2008/09 konnten zum ersten Mal seit fast 100 Jahren die Kübelpflanzen der Orangerie wieder im „Lorbeerhaus“ untergebracht werden, nachdem Westpavillon und Westapartement komplett saniert worden waren. Im Sommer, wenn die Pflanzen im Orangerieparterre stehen, ist das „Lorbeerhaus“ frei für Veranstaltungen. Dies entspricht den historischen Gegebenheiten, denn schon die Gothaer Herzöge nutzten das in den Sommermonaten leer stehende Gebäude für verschiedene Lustbarkeiten.
Der Mittelpavillon des Gebäudes wurde im Sommer/Herbst 2011 weitgehend fertiggestellt, sodass seither der Haupteingang des „Lorbeerhauses“ vom Gartenparterre her wieder als solcher dient. Das östliche Appartement und der Ostpavillon des Gebäudes sollen im nächsten, derzeit noch nicht finanzierten und terminlich fixierten Bauabschnitt saniert und ausgestaltet werden.
Die Fläche hinter dem „Lorbeerhaus“ (der ehemalige „Kaffeegarten“ des HO-„Orangerie-Cafés“) soll der historischen Nutzung gemäß wieder einen Wirtschaftshof mit Gärtnerei und Gewächshäusern erhalten, in denen Besucher einen Einblick in den gärtnerischen Alltag der Orangerie bekommen können. Dieses Vorhaben ist Teil des Projekts „Schauorangerie“ und knüpft geschichtlich an die einst hier bestehende herzogliche Hofgärtnerei an.
Die einstige Umfassungsmauer mit Umgang auf der Ostseite des „Lorbeerhauses“, die 1961 bei der Verbreiterung der damaligen Karl-Marx-Straße zugunsten des Fußweges geopfert wurde, soll neu entstehen und die historische Ansicht der Ostseite der Orangerie (zur Friedrichstraße hin) wiederherstellen.

